Fahrräder: Unterstellen und Fahrbetrieb im Winter

Wer auch im Winter sein Fahrrad (Mountainbike, Rennrad, E-Bike/Pedelec, Crosser, Stadtrad) regelmäßig fährt, stellt sich beim ersten Kälteeinbruch die Frage nach der richtigen Aufbewahrung seines Bikes bei Frost und Schnee. Im Folgenden finden Sie grundsätzliche und speziellere Tipps.

Allgemein gilt: Bikes mit Batterien (E-Bike, Di2, eTap, Akkulicht) sind warm zu lagern, zumindest bei Plusgraden und in jedem Fall sind Akkus vor Temperaturen unter 0°C zu schützen. Dieser Artikel gibt Tipps und Hinweise für E-Bike Akkus.

Bei Bikes ohne Batterien kann es von Vorteil sein, das Bike draußen zu akklimatisieren, sodass es sich der Umgebungstemperatur für den Fahrbetrieb anpasst. Das gilt vor allem, wenn Schnee liegt; denn an kalten Fahrrädern bzw. Komponenten haftet Schnee nicht so leicht an, was z.B. die Funktion der Schaltung länger gewährleistet, da sich v.a. Kassette, Schaltwerk und Kettenblätter nicht so schnell mit Schnee und Eis zusetzen.

Es gibt je nach Fahrrad und Ausstattung jedoch einige Punkte zu berücksichtigen:

  • MTBs mit Federelementen: Dämpferöle werden bei Kälte zäher, daher müssen Druck- und Zugstufen evtl. schneller eingestellt werden, damit das Öl leichter fließen kann.
  • Scheibenbremsen: Sowohl Bremsen mit DOT Bremsflüssigkeit als auch mit Mineralöl funktionieren auch bei sehr niedrigen Temperaturen in aller Regel zuverlässig. DOT 5.1 beispielsweise behält seine Funktion bis ca. -40°C aufrecht (vorausgesetzt, es hat kein Wasser gezogen). Mineralöle sind meist etwas weniger temperaturstabil.
  • Nabenschaltung: diese Schaltsysteme können bei niedrigen Temperaturen Probleme machen, da das Öl bzw. Fett im Inneren der Mechanik zäh wird. Rohloff und Shimano bieten Winteröle an. Ziehen Sie hier die Anleitung der jeweiligen Schaltung zu Rate.
  • Kettenschaltung: Zugsysteme sollten nicht gefettet sein, denn zäh werdendes Fett reduziert die Gleiteigenschaften des Seils, sodass die Schaltung im Extremfall nicht mehr funktioniert, vor allem beim Schalten in einen niedrigeren Gang (Seil muss entspannt werden).
  • Luftdruck: kalte Luft zieht sich zusammen, der Druck im Reifen kann also bei niedrigen Temperaturen geringer sein als im warmen Zustand (Zimmertemperatur) à beim Bike entsteht i.d.R. weniger Erwärmung des Reifens durch Fahren als etwa beim Auto (abhängig von Untergrund, Reifen, Fahrweise etc.), daher gibt es im Fahrbetrieb keinen nennenswerten nachträglichen Anstieg des Luftdrucks. Somit kann es sinnvoll sein, den Luftdruck bei tiefen Temperaturen etwas zu erhöhen bzw. mit einem digitalen Druckmesser unterwegs zu prüfen, wie es um den Druck bestellt ist. Gerade beim MTB entscheiden oft wenige Zehntel bar Druck über Traktion, Kontrolle und Fahrgefühl.

 

Beachten Sie stets die Hinweise der Komponenten- und Fahrradhersteller.

Bei Ihrem lokalen Specialized-Händler können Sie sich vor Ort beraten lassen. Hier geht es zur Händler-Suche: http://www.specialized.com/de/de/dealer-locator

 

 

 

Stichwörter: Biken im Winter, Fahrrad im Winter, Radfahren bei Schnee und Frost, Dämpfer bei Kälte, Akku bei Kälte, E-Bike im Winter, Pedelec im Winter

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